Sonntagskind

1983 erschien das Buch Sonntagskind von Gudrun Mebs. Erzählt wird darin die Geschichte von einem kleinen Mädchen das im Heim lebt.

Aus dem Klappentext:

Sonntagskinder haben besonderes Glück, sagt man. Das kleine Mädchen hält sich daran fest. Sie ist an einem Sonntag geboren, sonst weiß sie nichts über ihre Herkunft.
Glück, das würde für sie bedeuten, von Wochenend-Pateneltern von den grauen Heimsonntagen erlöste zu werden. Wenn andere Kinder abends nach der Rückkehr mit Ausfahrten, Cafébesuchen und Geschenken angeben, bleibt ihr nur die Flucht unter die Bettdecke zu Lutschhasi mit dem abgelebten Fell – ein schwacher Ersatz für nötige Wärme und Trost.
Als das Glück dann kommt, sieht es ganz anders aus, als die Fantasie es ihr vorgegaukelt hat: keine Lesebuch-Mami, die nur lieb schaut, kein superreicher Papi. Dafür aber Wolkentraumsegeln, Würstchenessen und Zehenküssen in der Badewanne und das Empfinden, wie wunderbar sich warme arme auf den Schutern anfühlen und wie herrlich Hand-in-Hand-Laufen durch strömenden Regen sein kann. Eine losgetretene Glückslawine wächst und überrollt das immer wieder in der Ecke lauernde Mißtrauen gegenüber dem Leben, anderen Menschen und sich selbst. […]

Beeindruckendes Buch das 1984 mit dem Deutschen Kinderbuchpreis ausgezeichnet wurde.

Sonntagskind
Verlag Sauerländer, 1983, : ISBN 978-379412443-5

Gudrun Mebs: Sonntagskind